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Windows Server 2008 Bare Metal Recovery mit Image (Backup)

Mit Windows Server 2008 wurde ein neues Feature Names „Windows Server Sicherung“ eingeführt. Der Funktionsumfang kann sich durchaus sehen lassen.
Es können Zeitpläne für die Sicherung definiert werden oder Einmalsicherungen durchgeführt werden.

Für eine Sicherung kann genau definiert werden was gesichert werden soll. Je nach Bedarf kann auch nur ein Laufwerk oder sogar nur ein Ordner gesichert werden.

In diesem Beitrag gehe ich auf die Bare-Metal-Recovery Mehtode ein. Diese ist zu verlgeichen mit einem Image der Festplatte. Früher habe ich dafür oft Norton Ghost oder Acronis True Image genutzt. Mit Windows Server 2008 sind solche Tools NICHT mehr nötig 😎 Alles was man braucht ist On-Board.

Ein Bare-Metal-Recovery ermöglich eine vollständige Wiederherstellung der Windows Server 2008 Installation mit den Einstellungen und Dateien vom Sicherungsdatum!

Was braucht man alles?

  • Einen Windows 2008 Server
  • Am besten eine externe Festplatte oder in der VMWare eine zusätzliche Festplatte

 

Schritt für Schritt Anleitung für ein Baremetalrecovery (Imagesicherung)


Feature installieren:

Feature des Windows 2008 Servers zur Sicherung

 

Bei der Windows Server Sicherung handelt es sich um ein Feature welches erst installiert werden muss. Das dürfte für alle die bereits mit Windows Server 2008 gearbeitet haben kein Problem sein 😉

 

Windows Server-Sicherungsfeatures auswählen und dann mit „Weiter“ –> „Installieren“ abschließen.

Serversicherung aufrufen:

Windows Server Sicherung über Startmenü starten

Ist das Feature installiert so gibt es einige Wege um in die Konfigurationsoberfläche zu gelangen.
Im Startmenü unter Verwaltung ist der Punkt „Windows Server-Sicherung“ zu finden.

Oder man kann direkt im Eingabefeld des Startmenüs die wbadmin.msc eintippen und dann starten.

 

 

Sicherung erstellen:

Eine Sicherung ist einfach und schnell erstellt.

Wie oben erwähnt muss ein Laufwerk zur Verfügung stehen auf welches die Sicherungsdaten abgelegt werden.
Im einfachsten Fall kann an den Server direkt eine externe USB Platte angeschlossen werden oder per VMWare eine zusätzliche Festplatte eingerichtet werden.

 

Ist diese Voraussetzung erfüllt kann es losgehen!

 

Einmalsicherung in der Windows Server Sicherung starten

Als erstes die Einmalsicherung anwählen. Hier wird eine einmalige Sicherung durchgeführt, welche unabhängig von anderen bereits bestehenden Sicherungen ist.

 

 

In den Sicherungsoption kann ohnehin nur der „Unterschiedliche Optionen“ gewählt werden.

 

Wenn bereits eine geplante Sicherung eingerichtet ist kann mit dem Punkt „Option für geplante Sicherung“ eine manuelle Sicherung angestoßen werden, welche an die geplante Sicherung angehängt wird.

Sollte es sich nicht um das erste Backup einer gerade erstelleten geplanten Sicherung handeln, so wird ein inkrementelles Backup durchgeführt.

 

Für die einmalige Image Sicherung benötigt man aber nur „Unterschiedliche Optionen.

 

 

Unter Sicherungskonfiguration muss „Benutzerdefiniert“ gewählt werden.

 

Würde man die Einstellung vollständig wählen, so würde auch die Backupfestplatte mitgesichert.

In den nächsten Dialogen erklärt sich dieser Punkt von selbst.

 

 

Da Benutzerdefniert gewählt wurde erscheint nun der Dialog zum auswählen
der Sicherungbestandteile.

Über einen Klick auf „Elemente hinzufügen“ erscheint der Dialog „Elemente auswählen“.

Hier muss alles ausgewählt werden BIS AUF DIE FESTPLATTE auf welche gesichert werden soll. In diesem Beispiel ist es Laufwerk D: welches später als Sicherungsziel gewählt wird.

 

In der Übersicht werden nun die gewählten Optionen angezeigt.

Wichtig ist hier der Punkt Bare-Metal-Recovery. Nur wenn dieser Punkt angewählt ist kann der Server aus dem Image komplett wieder hergestellt werden!

 

 

Im Anschluss muss nur noch ausgewählt werden wo das Image abgelegt werden soll. Der Lokale Datenträger bieten den Vorteil, dass bei der Wiederherstellung die Installations-CD des Windows Server 2008 verwendet werden kann.

Wird das Image im Netz abgelegt muss es erst auf eine USB-Fesplatte oder ähnliches kopiert werden, damit die Sicherung verwendet werden kann.

 

Letzter Dialog vor dem Start der Sicherung

Im letzten Bereich erscheint noch eine kleine Zusammenfassung.

Mit dem Klick auf Sicherung geht es los!

 

 

Wiederherstellen:

Die Wiederherstellung ist sehr einfach gehalten. Es muss nur von der Windows Server 2008 CD gebootet werden.

 

Der Punkt Computerreparatur findet sich unten links

Nach dem Booten erscheint der Installationsbildschirm des Windows Server 2008.

Im linken unteren Bereich findet man den Punkt Computerreparaturoptionen, welcher angeklickt werden muss.

 

Es kann festgelegt werden ob ein Wiederherstellungspunkt oder ein ganzes Image wiederhergestellt wirdl.

Im nächsten Dialog kann gewählt werden ob ein Systemabbild, also ein komplettes Image, oder nur ein Wiederherstellungspunkt aus der Sicherung zurückgeholt werden sollen.

Für ein Bare-Metal-Recovery wird der zweite Punkt benötigt.

 

Gewünschtes Systemabbild wählen

 

In diesem Dialog erscheint das zuvor erstellte Systemabbild. Sollte es mehr als ein Systemabbild geben, so kann man hier ein bestimmtes wählen.

 

Erweiterte Optionen festlegen zur Wiederherstellung

Nach der Auswahl des Systemabbilds können noch erweiterte Optionen festgelegt werden. Es empfiehlt sich hier das Ziel der Wiederherstellung zu formatieren.

 

In den nächsten beiden Dialogen folgen lediglich Zusammenfassungen. Diese können mit Weiter bzw. Fertigstellen durchgeklickt werden.

 

Die Wiederherstellung läuft. Nach Ende der Wiederherstellung bootet der Computer neu und Windows funktioniert (hoffentlich) wieder.

Die Wiederherstellung läuft

 

Bisher habe ich nur gute Erfahrungen gemacht.

WICHTIG IST NATÜRLICH DEN ERNSTFALL AUCH ZU TESTEN UND SICH NICHT BLIND AUF DIE SICHERUNG ZU VERLASSEN.

  • Hallo,

    nette Zusammenfassung, einfach und gut nachvollziehbar.
    Eine Frage zur Wiederherstellung, im Einsatz ist ein Raid 1 System mit jeweils 2 HDD. Wird ein zurücksichern richtig auf das Raid System geschrieben bzw. ist es notwendig die Platten erst zu löschen ?

    Gruß
    Rene Eichner

  • Hallo,

    das kommt auf das Raid System an.
    Wenn es sich um ein Hardware-Raid handelt gibt es beim zurücksichern keinerlei Probleme. Voraussetzung ist natürlich, das der Raid-Controller erkannt wurde.

    Mit einem Software-Raid habe ich noch nicht getestet.

    Grüße

  • Hi. Wie sieht es denn aus, wenn ich 2 Festplatten habe (1x OS, 1x Datenablage)? Ich versuche seit Tagen einen virtualsierten Windows Server wiederherzustellen über diese Funktion. Das alles dann über Netzwerkfreigabe.

    Nur leider wurde mir nur (C:) wiederhestellt und die 2. Festplatte garnicht angesprochen, obwohl keine Platten ausgeschlossen habe.

    Ich bin so vorgegangen, das ich dem virtuellen PC eine 2. VHD zugewiesen habe (mit ausreichend Kapazität).

    Vielleicht hast du ja Erfahrung damit, wäre cool, wenn du antwortest 😀

  • Hallo!

    wenn LW c:\ bereits wiederhergestellt wurde, dann ist auch das andere Laufwerk einfach wiederherzustellen.
    Im zurückgesicherten Betriebssystem in die „Windows Server-Sicherung“ gehen.
    Dort gibt es einen Punkt „Wiederherstellung…“ (rechts bei Aktionen).

    Es öffnet sich ein Fenster ähnlich wie bei der Sicherung. Bei „Speicherorttyp angeben“ wählst du dein Netzlaufwerk.
    Bei „Remoteordner“ den UNC Pfad angeben.
    Es folgt die Auswahl des Sicherungszeitspunkts.
    Bei „Wiederherstellungstyp …“ wählst du Volume.
    Unter „Volume auswählen“ kannst du dann dein Datenvolume wählen. Hier aber nur das Datenvolume anhaken! Das Bestriebssystem ist ja bereits wiederhergestellt.

    Die restlichen Dialoge sind selbsterklärend!

    Je nach Art der Wiederherstellung wurde deine zweite Festplatte zum zwischenspeichern des Sicherungsimages genutzt und deshalb nicht wiederhergestellt. Testweise kannst du eine dritte virtuelle Festplatte zuweisen. Evtl. stellt die Windows Server-Sicherung dann gleich beide Laufwerke wiederher.

    Grüße
    EDVler

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